Donnerstag, 3. September 2009

Erste Eindrücke vom Leben in Barcelona!

Gestern, am 2. September, machte ich meinen ersten Spaziergang deutlich über mein Viertel Eixample hinaus -- zum Park Güell, auf den Spuren von Romain Duris.

Und Mela freundet sich mit mir an, ich mich mit ihr, wenn sie gerade mal nicht meint, es mache mir Spaß von ihr angesprungen zu werden... und sie freundet sich sogar mit Glotilie an:

Mela-und-Glotilie


PS: Ein Klick auf das Foto öffnet den Link zum Fotoalbum...

Samstag, 29. August 2009

Abschlussbericht Cádiz - eine bunte Tüte Andalusien

Freitag 28.08.2009 19h30 im Trenhotel nach Barcelona Sants

Eigentlich hatte ich mir schon am Donnerstag, den 20. August, erste Notizen gemacht um wieder einen Eintrag zu verfassen. Aber wo es dir gut geht, vergeht die Zeit wie im Flug. Und wie Pepa vorhin sagte, als wir gegen 18h auf einer Bank der Plaza San Antonio, gegenüber ihres Geschäftes saßen, bevor ich mein Taxi zum Bahnhof bestieg: „En Cádiz, la vida es muy tranquila.“ Abschied-von-Pepa


Nun bin ich also seit 19h00 auf dem Weg in die hektische Großstadt Barcelona und muss die zwölf Stunden im Zug nutzen, um nicht nur zum Schlafen, sondern auch zum Schreiben zu kommen, um die Etappe Cádiz quasi schriftlich abzuschließen. Mir scheint, ich könnte einen Roman über die drei Wochen schreiben, aber letztlich werde ich mich wohl mit einer Auswahl besonderer Anekdoten, einer Dosis Tipps für künftige Spanien-Reisende und einer Prise Wehmut und Nostalgie begnügen müssen.
Zunächst zu meinen Notizen der letzten Wochen: Es handelt sich um eine tägliche Erfahrung in Cádiz, insbesondere auf meinem Weg „zu Hause - Melkart“ und „Melkart - zu Hause“. Kurz gefasst lässt sich nämlich für das Autofahren in Cádiz eine einfache Regel aufstellen: Vorfahrt hat, wer früher hupt. Wie ich schon bezüglich meiner Ankunft bemerkte, sind die Straßen im casco historico recht eng, ausreichend für höchstens ein Auto. Und dann sind sie so zahlreich aufeinanderfolgend, dass es unmöglich erscheint, beständig das „Rechts vor Links zu beachten“, zumal man die Kreuzungen nciht wirklich einsehen kann. Darum hat sich hier das System durchgesetzt, zu hupen, wenn man sich einer Kreuzung näher, soll heißen, immer. Alle 5 Meter muss gehupt werden, und wer zuerst gehupt hat, fährt zuerst.

Zum Mobiltelefonieren in Spanien: Ein sehr guter Anbieter ist „Happy Movil“. Er benutzt das Netz von Orange (jaja, die Franzosen sind überall...) und beschreibt sich als „your low cost mobile“. In Spanien ist das Mobiltelefonieren recht teuer. Laut Gesetz, so wurde es mir gesagt, muss man bei jedem angenommenen Anruf erst einmal 15-18 Cent bezahlen, quasi als Gebühr für die Verbindungsherstellung (establicimiento de llamada). Dann kostet die Minute locker 20 Cent, was mir recht kostspielig erschien. Happy Mobil kostet hier etwas weniger, doch der größte Vorteil ist, dass es sich recht günstig im Ausland anrufen lässt. Für einen Anruf ins europäische Mobilnetz, egal welches, bezahlt man den sprichwörtlichen Apfel samt Ei. Für ein 8-minütiges Gespräch zahlte ich neulich nur 2,50 Euro. Ein Preis, den man sonst schon bezahlt, bevor die erste Minute beginnt.

20h30. Draußen sind, laut Anzeige im Zug, 33ºC. Das ist ein Sommer hier unten. Als Anfang dieser Woche der „poniente“ wehte, und es abends nur noch von mir geschätzte 22ºC kalt (!) war, kam es mir schon wirklich zu frisch vor. Man gewöhnt sich an alles. Der „poniente“ ist anbei einer der zwei Winde, die das Wetter in Cádiz bestimmen, und über die ständig gesprochen wird. Smalltalk geht hier nicht über das Wetter, sondern detailliert über „el calor“ und wann das nächste Mal der ersehnte, weil erfrischende „poniente“ kommt. Oder wie lange man noch den „levante“ ertragen muss, der am Strand nicht nur den Sand unangenehm aufwirbelt, sodass man nach einstündigem Liegen eine fingerdicke Schicht auf dem Bauch liegen hat, sondern auch die heiße Luft mit sich bringt.

Sevilla. Wie den letzten Fotos zu entnehmen ist, habe ich mir ein wenig die Umgebung von Cádiz angesehen, wobei es unumgänglich war zumindest Sevilla zu besuchen. Mit dem Bus von Cádiz fährt man ungefähr anderthalb Stunden, und die Busse fahren regelmäßig, alle zwei Stunden ab 9h; von Sevilla aus fährt der letzte Bus 22h zurück und ist gegen Mitternacht in Cádiz am Bahnhof. Kosten für Hin- und Rückfahrt insgesamt 19,40 Euro.
In Sevilla muss man die Reales Alcazares besichtigen, was ich denn auch pflichtbewusst tat. Eintritt kostet 7,50 Euro, es sei denn, man vergisst nicht seinen Studentenausweis und bezahlt nichts. Netterweise erkannte der Mann an der Kasse auch meinen Versicherungsschein von der französischen Studentenversicherung, der mutuelle MGEL, an, da dort das Wort „étudiant“ steht. Dazu muss man sagen, dass meine Überraschung angesichts des Fehlens meines Studentenausweises ja echt war; schließlich hatte ich vor der Kasse beim Lesen der Preise stolz gedacht „Gut, dass du deinen Ausweis immer dabei hast.“ Kein weiter Kommentar. Ein Audioguide empfiehlt sich aufgrund der Größe dieser ehemaligen Festung und dann Palastes; kostet seinerseits 3,50 Euro und ist sehr gut gemacht. Ich habe ihn auf Spanisch genommen, und das stellte sich als weise Entscheidung heraus, denn mir schien es, als sein Sevilla von Franzosen und Amerikanern besetzt. Man muss wirklich in einem Café oder einem Geschäft die dort arbeitenden Angestellten ansprechen um etwas Spanisch zu hören; die meisten anderen Spaziergänger usw. sind Touristen. Dies ist eine von zwei Tatsachen, die mich wirklich an Sevilla gestört haben. Die zweite ist die Hitze. Sevilla hat keinen Strand, demnach auch nicht besonders viel Windbewegung wie Cádiz. Als ich in meinem klimatisierten Bus in die Stadt einfuhr war es ungefähr 13h, und eine Anzeige nahe der Plaza España behauptete, es wäre 39ºC warm draußen. Sie hat nicht gelogen. Ein wahrer Schock, als ich aus dem Bus ausstieg. Und es nützt nichts, im Sommer auf den „poniente“ zu warten um nach Sevilla zu fahren. Jeder Gaditano (Einwohner von Cádiz) wird dir sagen, dass es in Sevilla im Sommer eh immer viel zu heiß ist.
Jedoch, der Fairness zu Liebe muss ich sagen, ein Besuch lohnt sich: die Altstadt von Sevilla ist wirklich schön, die Reales Alcazares und die dazugehörigen Gärten sind bezaubernd und die Kathedrale samt der Giralda (ein Relikt aus arabischen Zeiten, wie die Alcazare) sind wirklich sehenswert. Viel Wasser, einen Fächer und leichte Kleidung vorsehen.

3 Lektionen, die ich in der ersten halben Stunde Zugfahrt lernte.
1 - Wenn man Folgen von How I Met Your Mother auf dem Laptop hat, darf man sie nicht löschen, solange man keinen Ersatz hat. Auch wenn man süchtig danach ist, das bloße Vorhandensein auf dem Laptop sich mehr als negativ auf das Arbeitsverhalten auswirkt und man alle Folgen schon gesehen hat. Warum? Weil es sein könnte, dass man irgendwann 12 Stunden mit dem Zug irgendwohin fährt, und aber aus Gewichtsgründen kein spannendes, dabei jedoch leicht verdauliches Buch dabei hat. Ein Film, oder lustige Folgen besagter Serie, an denen man sich eh nicht satt sehen kann, versprechen, dass keine Langeweile aufkommen wird im Falle eventueller Schlaflosigkeit.
2 - Wenn man einen neuen Laptop hat, und es in 5 Wochen daheim, in Präsenz des alten Laptops und der externen Festplatte, nicht geschafft hat seine gesamte Musik und vor allem die Hörspiele auf den neuen Laptop zu übertragen, darf man sich zu Recht ärgern und dumm (mit ph!) schimpfen. Denn so löblich, weil innovativ und offen, es auch scheint sich zu sagen „Nein, ich verschwende keinen Festplattenplatz auf meine fünf Lieblingshörspiele, die ich schon mehrfach gehört habe, sondern nehme nur neue mit.“ - es ist ein fataler Fehler. Warum? Es kann sich herausstellen, dass der Grisham, der ja eigentlich gut ist, sich als doch nicht sooo spannend herausstellt, weil der Sprecher zum Beispiel nicht sonderlich ansprechend liest. Und dann sitzt man plötzlich im Zug, wiederholt das gleiche raisonnement wie supra angeführt und spürt mit großem Schmerz, dass man nicht Ingrid Nolls „Ladylike“ anhören kann. Oder die Baldaccis. Oder „Jennys Geschichte“. Oder Paulo Coehlos „Zahir“.
3 - Schlafmasken, so lächerlich sie auch erscheinen mögen, wirken plötzlich attraktiv, wenn der Vordermann eine hat und im Nu einschläft. (Und nein, ich habe nicht wirklich Angst, diese Nacht nicht schlafen zu können...^^)

Etwas Positives zu dieser Zugfahrt muss ich nun aber sagen: der Zug ist enorm komfortabel. Es ist ein „Trenhotel“, der mich direkt von Cádiz nach Barcelona Sants bringt, mit nur anfänglichen Zwischenstopps in San Fernando, Jerez de la Frontera usw. Es gibt in jedem Wagen eine Reihe Zweier- und eine Reihe Einersitze. Wer ein Ticket mit einer Sitzplatznummer und dem Buchstaben A ergattert, wie ich, hat einen Einersitz, so dass man niemandes Ellbogen zu fürchten hat. Man kann den Sitz zwar nicht in eine perfekte Liegeposition bringen, aber relativ gut in die Schräg-Diagonale bringen und das, wichtig!, ohne seinen Hintermann seines Beinraumes zu berauben. Außerdem stellt die RENFE ihren Kunden ein kleines Reisenecessaire zusammen: eine kleine Flasche Wasser (33 cl), ein Paar Kopfhörer für die 5 Radio-/Themenkanäle, die am Sitz auszuwählen sind, ein Stückchen Seife, eine Portion Zahnpasta, eine kleine zusammenschraubbare Zahnbürste und ein Paar Ohrenstöpsel in peppigem Orange. Und wie gesagt, es sitzt sich enorm komfortable, da die Sitze auch breiter als gewöhnlich sind; eine Schneidersitz-Position lässt sich beispielsweise problemlos und bequem einnehmen. Einen kleinen Tisch für die leckeren Sandwiches von Pepa oder für den Mac gibt es auch, genauso wie Pfandschlösser auf der Handgepäckablage, mit dem ich nachher vielleicht meinen kleinen Rucksack samt Laptop für die Nacht absichern werde.
Das Ganze, samt diesen Service für den Normalpreis von 98 Euro, oder mit dem Estrella-Tarif für knapp 59 Euro. Bisher bin ich mit meiner ersten Nachtfahrt sehr zufrieden....



In Cádiz geht der Sommer mit dieser Woche zu Ende. Die speziellen Sommerspektakel gehen zu Ende, wie z.B. die „Puesta del Sol“ jeden Mittwoch im Castillo de Santa Catalina an der Playa Caleta. Dort spielten im Juli und August zum Sonnenuntergang, d.h. gegen 21h00 verschiedene Bands, das letzte Mal war es eine junge Flamencogruppe, genannt „La suela de mi zapato“ (Die Sohle meiner Schuhe). Die Musik hat mir wirklich gut gefallen, Flamenco/Salsa mit modernen Texten - einen Einblick gibt es auf ihrer myspace-Seite. Letzte Puesta del Sol
<br />
im Castillo de Santa Catalina
Die ersten zwei Stunden sind rum, jetzt gönne ich mir etwas Musik bzw. Hörspiel und dann ist es auch schon eine adäquate Zeit, um in Spanien zu Abend zu essen.

Nachtrag. 22h52. Gerade hörte ich eine meiner Mitreisenden ins Handy „Adios“ sagen und dabei fiel mir ein, was ich Wichtiges vergessen habe. Das „wie die Andalusier Spanisch sprechen“! Sie sagen über sich selbst, dass die meisten anderen Spanier Probleme haben sie zu verstehen, weil sie die „Worte essen“ (um mal wörtlich zu übersetzen). Aber die anderen Spanier sprechen natürlich für den gemeinen Andalusier auch sehr komisch. So näselnd, oder hochnäsig. Denn hier ist die Grundregel der Phonetik: die „S“ werden nicht ausgesprochen. Beziehungsweise, sie werden so laut gedacht, dass man sie beim Sprechen nicht verlautbaren muss, und sie dennoch vom Hörer dazugedacht werden. So wird der Montag vom „lunes“ zum „luné“, mit einer Aussprache des „e“, die...naja...das „e“ klingt so „offen“, dass man einfach weiß, da denkt sich der Sprecher beim inneren Schreiben grade noch ein „s“ hinten dran. So heißt denn „Adios“ hier auch „Aa-di-ooooo“.

Abschließend kann ich über meine Zeit in Cádiz sagen, mit einer Phrase, dich ich erst gestern gelernt habe, und die sehr typisch ist für die Flamencoregion Andalusien: Ich war glücklicher als Kastagnetten. Oder: Estuve más feliz que unas castañuetas.

Dienstag, 25. August 2009

nochmal neue Fotos, nur von der ersten Woche

Fotos von der ersten Woche


insbesondere: vom 15. August, als ein Großteil des Strandes von Cádiz ein einziges Grillfest war. WARUM? Weil das Regional-Fußball-Finale an diesem Tag endete, Cádiz verloren hat, aber man feiert, um des Feierns willen :)

Las-Barbacoas-2009-15-de-agosto

Neue Fotos

in-den-Reales-Alcazares

....................Neue Bilder................

Flamenco in Cádiz, die Plaza de Mina und Sevilla (hier vor allem die Reales Alcazares)

Sonntag, 16. August 2009

Von Auffälligkeiten und einem riesigen Grillfest am Strand

Sonntag, 16. 08.2009, 23h00

Nach einer Woche und zwei Tagen erlaube ich mir, erste empirische Ergebnisse meiner lokalen Sozialstudie zu veröffentlichen. Beobachtungsorte waren allen voran der Strand von Cádiz und die Straßen, Bars und Häuser:

1) Viele Spanier hier in Cádiz, vor allem Kinder haben ein echtes Problem mit Übergewicht. Schon Kindergartenkinder, laufende Meter, sind hier teilweise erschreckend dick. Diese Beobachtung bestätigten meine Sprachlehrer, mit der Erläuterung, in Spanien würden mit großer Hingabe Fritiertes und Süßigkeiten gegessen. Für letztere gibt es anbei mehr als die drei Wörter, die ich bisher gelernt habe: dulces, golosinas und chuches aka chucherías.

2) Jene erste Beobachtung findet seinen Ursprung in einer zweiten: man sieht hier sehr viel fern. Angeblich sei dies, neben dem Lottospiel bei der Lotterie „once“, nahezu der zweite Volkssport. Auch hier in meiner Gastfamilie läuft der Fernseher quasi den ganzen Tag, auch relativ lautstark. Einen Vorteil hat es: ich verbessere mein Hörverständnis, sehe beim Mittagessen nach den Nachrichten die Neuigkeiten aus Klatsch und Tratsch oder kann mich von einem vor Meeres und Strand Idylle arbeitenden Koch insprieren lassen. Erkenntnisse beim Fernsehschauen hier: Oft wird ein Spot gezeigt, der die Bevölkerung dazu aufruft, zu kleine Fische zu boykottieren. Ein anderer wirbt mit fröhlicher Musik für den Sonderjackpot der Lotterie „once“. Die Spanier sollen italienische Küche und das dazugehörige Lebensgefühl genießen, indem sie Fertigprodukte zubereiten. Don Simon ist eine bekannte Marke für flaschenfertige Sangria und den hier sehr beliebten „tinto de verano“ (Rotwein mit Sprite). Die Stimmen der Simpsons klingen genauso wie in Deutschland. Der Sender „tele 5“ ist hier der Sender, von dem jeder behauptet, ihn nicht zu sehen, weil er nur trash-TV (telebasura) sendet (aber auch eine gute kurze Kochsendung zum Mittagessen gegen 14h00). Obendrein gehört dieser also eigentlich recht stark frequentierte Kanal Berlusconi. Filme beginnen nicht 20h15, sondern 22h20; eben nach dem Abendessen (oder zum Abendessen, je nachdem). Und, last but not least: es gibt pro Film viel und sehr lange Werbung.
3) Viele Leute haben ein Tattoo. Oder mehrere.
4) Es herrscht eine ungewöhnliche Dichte an schwangeren Frauen.

Ansonsten nehme ich nun, nach dem dritten Tag intensiver Strandbesuche etwas Farbe an - was auch nötig war, denn man fühlt sich hier sonst allzu fremd.

Gestern war für die Bewohner von Cádiz ein wichtiger Tag. Der 15. August ist ein Feiertag, wie in allen katholischen Ländern, da es sich um Maria Himmelfahrt handelt. Die traditionelle Bedeutung tritt jedoch an diesem speziellen Tag völlig in den Hintergrund. Denn es ist der Tag des Fußballfinales. Darum entfachen die Gaitanos ein enormes Grillfest entlang mehrerer Kilometer Strand. Es war unglaublich diese Menschenmassen zu sehen, die es sich mit Sonnenschirmen, Strandmuscheln oder -zelten, Klappstühlen und allem erdenklichen Zubehör fürs Grillen am Strand gemütlich machte. Mit ein paar Leuten von der Sprachschule liefen wir quer durch die Grill-Gruppierungen, vorbei an Scharen betrunkener Jugendlicher und solcher, die es noch werden wollten. Einer von uns hatte noch nicht gegessen und wagte es, das zu tun, was meine Gastmutter Pepa mir schon vorher als vollkommen machbar bezeichnete: er fragte eine Gruppe, mutmaßlich zwei Familien mit „Kindern“ in unserem Alter, nach Essen. Und ehe wir wussten wie hatten wir alle entweder einen leckeren Hamburger, was zu trinken oder kleine Hühnchenkeulen vor uns. Und nette Gesprächspartner für die nächste halbe Stunde. Ich erfuhr vor allem, dass die restlichen Spanier wohl große Probleme haben das hiesige „andaluz“, sprich den Akzent der Andalusier, zu verstehen. Und dass wiederum „die Leute aus Madrid so komisch reden, weil die alle „s“ aussprechen.“ Unerhört! :D

Die Wochenende in Cádiz lassen sich angenehm mit einem Nachmittag am Strand verbringen. Von 17h oder 18h bis zum Sonnenuntergang gegen 21h30 entspannt es sich prächtig an der Playa Santa María. Das Wasser ist angenehm, recht wellig und sehr salzig. Aber vor allem ist es sogar abend gegen 21h30 noch nicht zu kalt, um schwimmen zu gehen und anschließend am Strand liegend zu trocknen. Das „späte“ Heimgehen hat außerdem den Vorteil, dass es auf dem bisweilen doch recht langen Weg nicht zu heiß ist. Denn sogar gegen 18h fühlt man sich auf dem letzten Stück Weg nach der Kathedrale und dem Pópulo wie in einer Welt aus Feuer.

Donnerstag, 13. August 2009

¡Hombre, qué calor! Oder: Eindrücke von der ersten Hälfte der ersten Woche.

Donnerstag, 13. 08.2009, 19h20-20h00

Oh ja. Die letzten Tage hatte ich Sprachunterricht, ein gewisses Maß an socializing und lange siestas wegen nächtlichem Ausgehen - da kommt der Blog etwas zu kurz. Nun also Neuigkeiten.

Diese zu schreiben ist aber diesmal gar nicht so einfach, weil fünf Meter von mir, auf der Plaza de Mina (immer wieder, Internetzugang sei Dank), einige Kinder lautstark spielen und zählen. Die haben‘s drauf mit den Zahlen auf Spanisch...

So. Und jetzt grade eben wurde ich hier das zweite Mal angelabert. Diesmal von einem echt strangen Kerl. Und beide hatten die gleiche Taktik: über das Internet sprechen. „Wow. Gibt‘s hier Internet?? (Dreh dich um, und lies!)“ Und wenn sie sich dann vorstellen, dann wollen sie immer gleich Wangenküsschen geben. Nicht nur aus Schweinegrippe-Prevention habe ich dies erfolgreich abblocken können - mit doppeltem Erfolg. Kurz angebundene Antworten und die Weigerung Küsschen zu verteilen helfen. Und ich hieß eben Marta. Frag mich, warum mir grade dieser Name einfällt.

Hier sind grad außerdem irgendwie zu viele Tauben. Und Kinder, die sie so aufscheuchen, dass sie gleich zu zwanzigst im Tiefflug über meine Bank hinweg flüchten. Wenigstens stinkt es hier nicht so wie in Venedig :)

Zu meinem Alltag in Spanien, oder genauer Andalusien: ich gewöhne mich schnell und gut an die Uhrzeiten. Frühstück ist ja völlig „normal“, wie ich es gewohnt bin. Dann, gegen 14h, 14h30, nach dem Unterricht gibt es ein sehr wohlschmeckendes (mal wieder Glück gehabt mit der Gastfamilie^^) und umfangreiches Mittagessen, das eigentlich, vor allem bei dieser Hitze, bis zum Abend gegen 22h jeglichen wirklichen Hunger unmöglich macht. Danach: eine kleine Siesta. Wobei klein bei mir ein starkes Understatement ist, da ich bis auf gestern mindestens 2 Stunden geschlafen habe. Irgendwie machen Essen und Wärme seeeeehr müde. Naja, und ab 18h kann man auch wieder raus gehen, um Kleinigkeiten einzukaufen (Sandalen, Sonnenhut, Zugtickets oder Fächer, was frau in Südspanien eben braucht) oder einfach um nicht bei der kleinsten Bewegung zu zerfließen. Somit konnte ich gestern zwischen Mittagessen-kurzer Siesta und den Einkäufen ab 18h locker arbeiten, und bin endlich etwas vorangekommen, was mein 3A-Projekt angeht. Und abends trifft man sich gegen 22h, gestern schon 20h30, da es zum Sonnenuntergang ab 21h ein Konzert im Castillo am Strand Caleta gab - gefolgt von einer kleinen Flamenco-Inszenierung vor Meeres-Himmel-Leuchtturm-Kulisse. Im Innenhof gab es dann kubanische Musik, die bestens zur Wärme und dem weiß getünchten Castillo passte; ebenso zum Mojito, der vor Ort und mit viel Liebe zubereitet wurde. Mir deucht, dass in Deutschland sehr leichtfertig und viel zu schnell zubereitet wird; ein echter Mojito braucht Zeit. Haben mir auch Spanier bestätigt: deswegen empfänden einige Bars diesen Cocktail auch als wenig rentabel, weil er zuviel Zeit benötigt, und sich die Spanier angeblich, trotz aller Gemütlichkeit, gern sofort einen Wodka kippen.

Fortschritte verzeichnen sich auch im Spanischen, ich merke, dass sich irgendwo in meinem Kopf kleine Rädchen in Bewegung setzen, ganz langsam, so dass mir die Verbkonjugation ganz langsam aber sicher natürlicher von den Lippen geht. Dies ist auch meiner Gastmutter Pepa zu verdanken. Wie gesagt, ich hatte mal wieder echtes Glück mit der Gastfamilie, denn wir verstehen uns super und reden über alles mögliche und so viel, dass ich mich morgens ganz schön sputen muss, um pünktlich beim Sprachkurs zu sein. Dieser ist anbei bemerkt auch recht angenehm; von 9 bis 13h30, mit insg. 45 Minuten Pause zwischen den drei Blöcken: 2 Stunden Grammatik, 30 Minuten Pause, 2 Stunden Konversation, 15 Minuten Pause, 1 Stunde „Intensiv-Konversation“. Wobei daran nur intensiv ist, das sie nur von Leuten besucht wird, die auch einen Intensivkurs gebucht haben. Teilweise finde ich, dass die Lehrer ein wenig zu viel erklären und zu langsam sprechen, aber bei manchen meiner 3 bis 5 Mitschüler (je nach Kurs), scheint das auch nötig. Ich merke schon, dass ich mir dank meines Französisch deutlich mehr Worte erschließe bzw. Einfach verstehe als andere. Aber gut. Das Vokabular und kleine Details über die spanische Lebensweise vergrößern sich täglich.

Mediamarkt verlässt den Deutschen in Spanien nicht - und wirbt sehr vertraut mit dem Satz „Yo no soy tonto.“ Heißt fast wörtlich das Gleiche, klingt aber dennoch angenehmer und weniger vulgär.

Und, eine Anekdote zum Schluss: nach meinem letzten Eintrag war ich eigentlich auf dem Heimweg, hatte aber, entgegen aller guten Vorsätze ambiente-bedingt Lust auf eine Zigarette. Darum kratze ich allen Mut und nicht-vorhandenes adequates Vokabular zusammen und sprach eine junge Frau (Mitte 20). Kaum hatte ich auch nur „Hola, disculpame“ gesagt, da antwortete sie „Oui“. Und schwupps, wechselten wir vorerst in Französisch. Sie drehte mir eine Zigarette, erfuhr, was ich in Cádiz tue und lud mich ein, mit ihr und ihren Freunden noch was trinken zu gehen. Letztlich saßen wir hier auf der Plaza de Mina: mit einem französischen Paar samt 2 Kindern au Toulouse, einem waschechten Einwohner von Cádiz und diesem Mädel, das auch hier aus der Provinz kommt, und zwei Jahre in Toulouse gelebt hat. Wir werden uns die nächsten Tage nochmal auf copa und tapas treffen.

Das Wort zum Freitag: Hombre! Chica! Guapa! Chico! Por favor! Dios mio! - das sind die Worte, die sich hier, wie ein gutes Gewürz, das nirgends fehlen darf, in aller Munde befindet und jedes Gespräch so....ja, Spanisch machen :)

Sonntag, 9. August 2009

erste Fotos

http://www.facebook.com/album.php?aid=180938&id=1058760640&l=0d5e86f805

Von Hunden, verstorbenen Popsängern und intelligenten Ampeln

09.08.2009, 11h58 // 21h20

Eine Tatsache hätte ich in meinem Bericht fast vergessen: meine Gastschwester auf Zeit, Alba, fragte mich, kaum war ich in der Wohnung, ob ich Michael Jackson möge. Ich antwortete, dass jooaa, einige Lieder gefielen mir sehr gut, aber ich sei kein Fan oder so. Warum sie das frage? Da sagte mir Pepa, dass Alba ein riesiger Fan sei, ihr ganzes Zimmer sei tapeziert mit Postern. Und das war nicht gelogen... Alba gehörte sogar zu den tausenden von eingefleischten Fans, die zu seiner Beerdigung nach Los Angeles (gesprochen mit spanischer Aussprache, selbstredend) gereist sind. Ihr Vater hat sie eine Woche dorthin begleitet, und neben traurigem Abschied vom Idol standen, wie sie mir gestern dann erzählte, auch die üblichen Besuche in Hollywood, den Studios, usw.

Schön finde ich auch, wie begeistert die Hunde hier im Haus sich knuddeln lassen. Pepa und Alba geben dabei Laute von sich, wie andere, wenn sie ein kleines Baby im Arm haben. Und das auf Spanisch... Dabei ist der Chiwawa Coco aber tatsächlich noch ein Baby, denn erst ein Jahr alt und richtig verspielt. Er gehört zu den Chiwawas „con pelo“ (mit Haar), sein Vater Pancho zu den Haarlosen. Das soll natürlich nur heißen, dass sein Haar sehr kurz ist. Aber Coco ist und bleibt hübscher. Sobald aber jemand im Innenhof zu seiner Wohnung läuft geht ein Gebelle und Gekeife los, das so gar nicht zum Hereinkommen einlädt. Dazu kommen dann die Rufe von Pepa und Alba, die die drei dann beruhigen wollen. Herrlich :)
Niedlich war aber gestern abend, als ich mit im Wohnzimmer vor einer Hollywood-Schnulze saß, dass Turca, die Foxterrier-Dame, neben mich kam und mir beide Pfoten in den Schoß legte, damit ich sie streichele. Heute vormittag, als ich mich auf meinem Bett niederließ, um endlich mit meiner Arbeit für das Forschungsprojekt voranzukommen (jaja...), kamen nacheinander Turca und Coco, stemmten ihre Vorderbeine ans Bett und gingen erst wieder, nachdem ich jede fünf Minuten am Hals und Kopf gekrault habe, unter beständigem und variiertem „Ah, mi bonita, que eres bonita!, ah chiquitita, sí, sí, sí, booooniiiita!“.

Und auf dem Heimweg vom chinesischen Buffet, mit Pepa, Alba, Pepas Tante, und zwei ihrer Freundinnen entdeckte ich intelligente Ampeln. Die zeigen nämlich, wieviele Sekunden es noch grün ist. Findet man zwar scheinbar nur an großen Kreuzungen, aber immerhin.

Den Strand entdeckte ich heute ebenfalls - ich hätte gestern nur zwei Minuten lang weiter geradeaus laufen müssen, aber gut. ;) Dort lagen allerdings Idylle und schrecklicher Wahnsinn dicht beieinander. Boote, die sich melancholisch vor traumhafer Kulisse im Wasser wiegten. Massentourismus, der sich so dicht es nur ging unter knallbunten Sonnenschirmen und mit dem halben Hausrat (Tisch, Essen, Spiele etc.) sowie der gesamten Familie von Südspaniens erbarmungsloser Sonne brutzeln ließ. Wow. So viel zum Thema "Ich lege mich am Strand in eine schattige Ecke und lese ein Buch." Dazu bin ich dann in den Park Carlos III geflüchtet. Wo mich eine Heerschar plötzlich startender, tief, tief, tiiiiief fliegender Tauben fast verscheucht hätte, aber mein Bedarf an Parkbank und später kindischem Schaukeln war größer. Zu Recht.

Und nun sitze ich mit einem Glas Weißwein im "El Templiete" auf der Plaza de Mina. Irgendwie angenehmer als nur auf einer getränkfreien Parkbank zu hocken wie gestern. Fast, als würde ich mich hier bestens auskennen und wohlfühlen. Gerade sehe ich auch, dass außer mir noch zwei andere, ein jüngerer und ein älterer Mann, allein an einem Tisch sitzen, nur begleitet von einer Zigarette oder etwas zu essen. Es leben Spaniens Straßen bei Nacht (auch wenn es noch hell ist).

Samstag, 8. August 2009

Ankunft in Cádiz

08.08.2009, gegen 14h, Tag 1 in Cádiz

Gestern kam der Abflug viel zu schnell: wir saßen kurz nach Mittag in der Küche mit Kaffee und tarte au citron, da sagte Papa plötzlich, er würde sich nun zur Abfahrt bereit machen. Nun wurde es ernst - noch einmal darüber nachdenken, ob im Rucksack auch wirklich alles für drei Monate Spanien verstaut war...? Ja. Also los. Erinnerungsfotos von der schwer bepackten Tina. Eine knappe Stunde später parken wir drei am Hannoveraner Flughafen. Beim Einchecken lässt mich die gute Stewardess erst meinen Rucksack ablegen - doch 20kg?? - um mir dann zu eröffnen, dass ich ihn noch einmal ein Stück tragen muss, denn er zählt als Sperrgepäck. Dabei ist er doch topp gepackt.

Der Flug mit tuifly dauert zweieinhalb Stunden. Zu meiner Überraschung gibt es ein recht schmackhaftes warmes Abendessen, spannende Lektüre in Form von klassischen Frauen- und Klatsch-Magazinen, und den Flugzeugklassikerfilm „The Yes-Man“. Dass es sich dabei um einen Klassiker handelt mutmaße ich einfach weil ich ihn schon auf dem Weg nach Istanbul im April gesehen habe. Der Spannungsfaktor auf dem gestrigen Film hielt sich dementsprechend in Grenzen. Im Flugzeug 98% Deutsche. Fast taten mir die Südspanier leid, die da wieder mal von einer Schar Sonnen- und Sangria-hungriger deutscher Touris heimgesucht wurden. Aber ein Stück weit gehörte ich ja dazu, darum unterdrückte ich diesen Gedanken.
Beim Aussteigen in Jerez de la Frontera wird mir erst bewusst, dass nicht nur die Sitze in der Boeing 737 mit Haribo Goldbären verziert sind, sondern das gesamte Flugzeug. Nachdem ich die fünfte Person gesehen hatte, die ihren Fotoapparat zückte, fotografierte auch ich. Das hier ist schließlich keine x-beliebige Touristenreise. Das ist ein Abenteuer-Projekt, und solche Skurilitäten gehören verewigt.

Der erste Eindruck von Jerez? Süden! Die ganze Natur, der Himmel, die ersten Häuser, die ich sehe, alles trägt den eindeutigen Stempel des mediterranen Flairs. Es ist 20h10, und es ist noch so warm und hell wie es in Deutschland spätestens 17h abends sein kann.
Abgeholt werde ich von Israel, einem Mitarbeiter meiner Sprachschule. In einem orangen VW-Bully. Wir fahren tanken, und ich lerne mein erstes neues Wort (gasolina) und erfahre, dass man in Spanien generell erst zahlt und dann entsprechend viel tanken darf. Die 40 Minuten Fahrt nach Cádiz unterhalten wir uns über die Stadt, Spanischunterricht an SciencesPo und nach einem Anruf seiner Frau auch über seinen zweijährigen Sohn, der schon ganze Sätze spricht und wie ein Profi Mario Kart spielt. Bei diesem Anruf merke ich auch, dass ich Israel nur so super verstehe, weil er langsam spricht. Als ich ihn darauf anspreche, meint er lachend, es sei ja immerhin erst mein erster Tag, meine erste Stunde in Spanien. Vale.

Was mir in Cádiz auffällt, sind die Architektur, die mich irgendwie an Ferienorte an der Nordsee erinnert, und die vielen kleinen weißen Häuschen, auf denen „once“ steht. Von Rael erfahre ich, dass man dort Lottoscheine kaufen kann; once ist die Lottogesellschaft. Aufgrund der Dichte dieser Häuschen auf der Hautpstraße schlussfolgere ich, dass die Spanier gern und viel Lotto spielen; so sehr, dass sie alle 100 Meter so eine Lottoverkaufsstelle brauchen...

Als wir in die engen Gassen des alten Cádiz, des casco historico, durch die der Bully wundersam und entgegen meinem Augenmaß ohne Probleme hindurchpasst, einbiegen will mich Rael beruhigen „Keine Sorge, das ist normal so“. Ich meinerseits kann ihn beruhigen, dass mich enge Gassen und temperamentvolle Autofahrer allein nicht mehr schocken können. Wer mal in Frankreich gelebt hat, durch Paris gefahren wurde, und mit dem Bus Istanbul durchquert hat, der ist nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen.

Wir finden einen Parkplatz, da Israel in der Nähe meiner Gastfamilie wohnt und darum die „strategischen Punkte“ kennt, die es bei der Suche nach Parkmöglichkeiten anzusteuern gilt. Zu Fuß kommen wir schon an der Sprachschule vorbei, und erreichen in weniger als 5 Minuten die Wohung meiner Familie. Ich habe erst im Auto erfahren, dass ich bei einer Frau (Pepa) und ihrer Tochter (Alba) wohnen werde. Als Pepa uns die Tür öffnet sehe ich außerdem die drei Hunde des Haushalts. Zwei Chiwawas, davon ein Gast - Pepas Schwester ist im Urlaub - , ein weißer Foxterrier. Coco, Pancho und Turca haben aber in der Wohnung noch weitere tierische Nachbarn, denn zu meiner großen Begeisterung entdecke ich zwei Schildkröten!

Alba-ich-Pepa

Die Wohnung ist auf den ersten Blick recht dunkel, denn da sie innen liegt, hat sie wenige Fenster. Den Vorteil erkannte ich aber schnell: es ist temperaturtechnisch deutlich angenehmer, ganz ohne Klimaanlage, und nachts schläft es sich ruhiger, da man selbst die wenigen Autos nicht hört.
Pepa beherbergt schon seit zehn Jahren fast ganzjährig Mädchen und Frauen, die zum Spanischlernen nach Cádiz kommen - und dennoch spüre ich, anders als vor einigen Jahren bei meiner englischen Gastfamilie, ehrliche Herzlichkeit und Interesse.
Nach Abendessen und erstem Fernsehschauen gehe ich gegen Mitternacht schlafen. Heute morgen kurz nach 9 begann mein Tag mit Cornflakes und Tee, fast wie zu Hause. Ich begleite Pepa und Turca beim Gassigehen und sehe das Meer und wunderschöne kleine Parkanlagen, mit riesigen alten Feigenbäumen, Mosaikbänken und Brunnen. Dazu eine Ruhe, Wärme und Gelassenheit, wie man sie in Südspanien erwartet. Wir bringen den Hund heim und nehmen diesmal Alba und den Chiwawa von Pepas Schwester mit. Es geht Richtung Markt und Carrefour - die französischen Supermärkte muss ich also nicht missen. Auf dem Weg gehen wir an Pepas Geschäft vorbei - sie verkauft Lampens, Kleider, Schmuck und einiges mehr, alles etwas indisch oder Öko gehalten.
Ich kaufe Obst und stelle fest, dass bei fast allem als Ursprungsland „España“ steht - und ein Glück, denn die Früchte schmecken einfach toll. Pfirsiche wie aus dem Bilderbuch.

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