Von länderspezifisch-typischen Todesursachen
Sonntag, 14 März 2010
In meinem Halbzeit-Bericht aus Manchester schrieb ich, dass mich dort aufgrund von fehlender Kanalisation und straßenbauerischer Kompetenz eine markergreifende Angst vor Pfützen und denen aus ihnen potenziell generierten Duschen auf offener Straße ständig im Bann hielt. Sterben könnte man davon natürlich nur, würde die darauf folgende Verkühlung zu einer Lungenentzündung führen. Oder der Schock über das tatsächliche Eintreten des Ereignisses zu einem Herzstillstand. Dennoch war die Angst da, und beherrschte mich, im Vergleich zu den anderen bereisten Ländern, exklusiv dort. Größere Unglücks- oder Todeswahrscheinlichkeit ist im europaweit einzigartigem Linksverkehr der Briten zu suchen. Wie oft siegte bei Überqueren einer Straße bei mir Kontinentaleuropäerin die Gewohnheit, vor allem nach links hin die Straße herabzublicken, sodass ich, beruhigt ob der freien Sicht, einen Fuß auf die Fahrbahn setzte und dann dabei erst nach rechts blickte, den Fuß in diesem Moment aber sogleich von panischer Angst beseelt zurückholte und mit zitterndem Herzen und angeweichten Knien einen großen Doppeldeckerbus an mir vorbeirauschen sah. Ähnliche Saltos schlug mein Herz nicht selten, wenn wir im Bus links in einen Kreisverkehr hineinfuhren oder schlichtweg jedes Mal, wenn mich der panikgepeitschte Gedanke “Wir fahren doch auf der Gegenspur!!!” durchzuckte.
In skandinavischen Ländern kommt die Gefahr im Winter von oben. In den Straßen von Stockholm und Oslo warnen in regelmäßigen Abständen Schilder vor von den Dächern rutschenden Eislasten und dolchgleich herabstürzenden Eiszapfen. Diese können erstaunliche und zugleich Besorgnis erregende Ausmaße erreichen. Ihretwegen sah ich im Stockholmer Straßenbild häufig Grundschulklassengruppen, deren kleine, süß in bunte Schneeanzüge verpackten Mitglieder fast immer ebenfalls bunte Helme trugen. Damit der Eiszapfen dem jungen Leben nicht ein jähes Ende bereitet. Makaber gesprochen wäre dies jedoch gewiss eine etwas stilvollere Art dem Leben unglücklich zu entweichen als ein schnöder Autounfall.
Bei meiner Stippvisite in Oslo erfuhr ich von Radu, dass diese Schneeanzüge auf Norwegisch "Bommeldress" heißen. What more can I say? :)
In meinem Halbzeit-Bericht aus Manchester schrieb ich, dass mich dort aufgrund von fehlender Kanalisation und straßenbauerischer Kompetenz eine markergreifende Angst vor Pfützen und denen aus ihnen potenziell generierten Duschen auf offener Straße ständig im Bann hielt. Sterben könnte man davon natürlich nur, würde die darauf folgende Verkühlung zu einer Lungenentzündung führen. Oder der Schock über das tatsächliche Eintreten des Ereignisses zu einem Herzstillstand. Dennoch war die Angst da, und beherrschte mich, im Vergleich zu den anderen bereisten Ländern, exklusiv dort. Größere Unglücks- oder Todeswahrscheinlichkeit ist im europaweit einzigartigem Linksverkehr der Briten zu suchen. Wie oft siegte bei Überqueren einer Straße bei mir Kontinentaleuropäerin die Gewohnheit, vor allem nach links hin die Straße herabzublicken, sodass ich, beruhigt ob der freien Sicht, einen Fuß auf die Fahrbahn setzte und dann dabei erst nach rechts blickte, den Fuß in diesem Moment aber sogleich von panischer Angst beseelt zurückholte und mit zitterndem Herzen und angeweichten Knien einen großen Doppeldeckerbus an mir vorbeirauschen sah. Ähnliche Saltos schlug mein Herz nicht selten, wenn wir im Bus links in einen Kreisverkehr hineinfuhren oder schlichtweg jedes Mal, wenn mich der panikgepeitschte Gedanke “Wir fahren doch auf der Gegenspur!!!” durchzuckte.
In skandinavischen Ländern kommt die Gefahr im Winter von oben. In den Straßen von Stockholm und Oslo warnen in regelmäßigen Abständen Schilder vor von den Dächern rutschenden Eislasten und dolchgleich herabstürzenden Eiszapfen. Diese können erstaunliche und zugleich Besorgnis erregende Ausmaße erreichen. Ihretwegen sah ich im Stockholmer Straßenbild häufig Grundschulklassengruppen, deren kleine, süß in bunte Schneeanzüge verpackten Mitglieder fast immer ebenfalls bunte Helme trugen. Damit der Eiszapfen dem jungen Leben nicht ein jähes Ende bereitet. Makaber gesprochen wäre dies jedoch gewiss eine etwas stilvollere Art dem Leben unglücklich zu entweichen als ein schnöder Autounfall.
Bei meiner Stippvisite in Oslo erfuhr ich von Radu, dass diese Schneeanzüge auf Norwegisch "Bommeldress" heißen. What more can I say? :)
tartetatina - 19. Aug, 21:59








hier in Barcelona tickt aber selbst die pâtisserie anders, darum sollte man hier stilecht eher Melindros. Ebenfalls sehr angenehm, in ganz Spanien zu erhalten aber ursprünglich aus Valencia: Horchata oder Orxata, eine süße (sehr süße) Mandelmilch, die sich sehr kalt trinkt.